Das Wirkprinzip eines Vakuumgreifers basiert auf einer einfachen, aber
hochwirksamen physikalischen Grundlage: Es wird eine Druckdifferenz zwischen der
Umgebungsluft und dem abgedichteten Raum zwischen Sauger und Werkstück erzeugt. Ein
Vakuumerzeuger zieht die Luft aus diesem Hohlraum ab. Der höhere atmosphärische
Umgebungsdruck drückt das Bauteil daraufhin gegen die Saugplatte. Je größer die Fläche
des Saugers dimensioniert wird oder je tiefer der Unterdruck ausfällt, desto schwerere
Lasten lassen sich sicher heben.
In der industriellen Anwendung nutzt VESA drei bewährte Technologien, um diesen
Unterdruck zu generieren: Elektrische Vakuumpumpen bauen ein tiefes, konstantes
Vakuum auf und sind die erste Wahl für schwere, luftundurchlässige Güter.
Pneumatische Venturidüsen arbeiten hingegen nach dem Prinzip der Strömungsmechanik.
Sie sind kompakt und sehr leicht, kommen ohne bewegliche Verschleißteile aus und
reagieren äußerst schnell auf Steuerbefehle – perfekt für hochdynamische
Handhabungssysteme.
Um poröse Materialien sicher zu greifen, kommen zudem leistungsstarke
Seitenkanalverdichter (Gebläse) zum Einsatz, die das hierfür benötigte hohe
Strömungsvolumen problemlos bereitstellen.